Das Löwenzahn-Projekt stellt sich vor..



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Die Idee zu diesem Projekt hat ihren Ursprung bei einer Zukunftswerkstatt, welche BUNDjugend, Greenkids und Naturschutzjugend im Sommer 2001 gemeinsam veranstalteten. Unter dem Motto „Ist unsere Umwelt noch zu retten?“ setzten sich die Jugendlichen kritisch mit dem Ist-Zustand der natürlichen, aber auch ihrer Lebensumwelt auseinander und sammelten vielfältige Ideen, wie diese ökologischer und lebenswerter gestaltet werden könnte.

Die Arbeitsgruppe „Intakte Natur“ entwarf im Verlauf dieses Wochenendes ein Grundkonzept zu einer Idee, die Umweltschutz und lebenswerte Gestaltung von Lebensräumen miteinander verbindet. Unter dem Arbeitstitel „Garten Eden“ stellten sie eine Projektidee vor, die vorsah eine alte Industriehalle im Raum Magdeburg in eine grüne Oase mitten im grauen und an sich lebensfeindlichen städtischen Umfeld zu verwandeln. Mit „Garten Eden“ soll ein Ort für freies (umwelt-)politisches Engagement geschaffen werden - eine offene Projektwerkstatt für alle Gruppen oder auch Einzelpersonen, die sich aktiv für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt einsetzen wollen.

Gemeint ist hierbei nicht nur der Erhalt der natürlichen Umwelt durch Natur- und Umweltschutz, sondern eben auch der Erhalt beziehungsweise der Aufbau einer lebensfreundlichen sozialen Umwelt durch vielfältige Bemühungen, eine offenere tolerantere Gesellschaft mitzuerschaffen, in der Menschen selbstbestimmt miteinander und füreinander leben und sich eigenständig engagieren, um ihr Leben und ihre Umwelt für sich und andere aktiv mitzugestalten.

Besonders aus diesem sozialen Anspruch ergab es sich, dass sich die Projektidee bald erweiterte. Es entstand der Wunsch, sich diese „andere“ Gesellschaft, dieses „andere“ Miteinander nicht nur in der Theorie vorzustellen und über das „Wie“ zu diskutieren, sondern es in der Praxis zu erproben, es tatsächlich selbst zu leben. Das Projekt sollte nun also nicht mehr nur ein Ort für freie (umwelt-)politische, soziale oder kulturelle Betätigung, sondern auch zum gemeinsamen Leben werden - eine Möglichkeit die Visionen von einem anderen Umgang miteinander, einer anderen Art zu leben zu verwirklichen. Im Laufe der Zeit wurde an der Projektkonzeption gefeilt und die Idee, ein Wohnhaus statt einer Industriehalle zu verwenden – und damit etwas mehr Gewicht auf das Wohnprojekt zu legen – wurde immer stärker favorisiert.

Es galt nun also UnterstützerInnen für die Idee eines ökologisch ausgerichteten Hausprojekts zu gewinnen und nach einem geeigneten Objekt Ausschau zu halten, damit die Projektidee weiter vorangetrieben werden konnte. Gute Kontakte zu aktiven Gruppen entstanden in Buckau, weswegen sich bald herauskristallisierte, dass das Projekt in diesem Stadtteil realisiert werden könnte. Dazu traf sich Anfang des Jahres 2002 die Projektgruppe zu einem Wochenend-Workshop. Hier trugen die TeilnehmerInnen ihre Vorstellungen von der konkreteren Ausgestaltung des Projekts zusammen und es begann die Arbeit an einem tragfähigen Konzept. Auch erhielt das Projekt einen neuen Namen: das Löwenzahn- Haus. Es folgten erste Gespräche mit der BauBeCon, welche bereits als Sanierungsträger für ein Hausprojekt in der Thiemstraße 13 aufgetreten war. Sie zeigte sich dem Projekt gegenüber recht aufgeschlossen, verwies aber auch auf eine mögliche Konkurrenz zu dem bereits bestehenden und erwähnten Hausprojekt in der Thiemstraße und zum ÖZIM (Ökozentrum und -institut Magdeburg e.V. in der Harsdorfer Str. 49).

Diese Befürchtungen sind allerdings völlig unbegründet. In der Thiemstraße 13 findet sich ein Hausprojekt, das vorrangig das Ziel hat, jungen sozial schwächer gestellten Menschen bezahlbaren Wohnraum zu bieten, um ihnen den Einstieg in ein eigenständiges Leben ermöglichen zu können. Zwar befinden sich Erdgeschoss zwei selbstständig geführte Projekte, doch ist dieses Haus doch vorrangig ein Wohnprojekt und verwirklicht die Idee von einem gemeinsamen Wohnen und Arbeiten unter einem gemeinsamen Dach nicht in dem Maße, wie es das Löwenzahn-Projekt anstrebt. Zudem soll die Sanierung und auch das Leben im Löwenzahn-Haus an möglichst weitreichenden ökologischen Kriterien ausgerichtet werden, die in der Thiemstraße nicht realisiert wurden. Ein weiterer Unterschied ist, dass im Löwenzahn-Projekt ein starker politischer Schwerpunkt gesetzt wird, der in der Thiemstraße 13 nur ansatzweise zu finden ist.

Daher wird das Löwenzahn-Haus zu dem bestehenden Hausprojekt trotz der angestrebten räumlichen Nähe keine Konkurrenz darstellen. Vielmehr streben wir eine enge Zusammenarbeit an. Gleiches gilt auch für das ÖZIM. Das Ökozentrum ist ein wichtiger Anlaufpunkt für ökologisch interessierte und umweltpolitisch engagierte Menschen in Magdeburg und findet als solches von uns auch weiterhin Unterstützung. Allerdings bietet das ÖZIM schon von den Räumlichkeiten her kaum Möglichkeiten, dort auch zu leben. Das Löwenzahn-Projekt aber strebt die Verbindung von selbstbestimmtem Leben und Arbeiten unter Berücksichtigung von ökologischen und sozialen Gesichtspunkten an. Ganz nach den Vorstellungen, nach denen wir auch in diesem Hausprojekt zusammen leben wollen - miteinander und füreinander - möchten wir mit diesem Projekt auch keine Konkurrenzsituation aufbauen, sondern mit den bestehenden Projekten in einen fruchtbaren Austausch treten und die alternative Landschaft in Magdeburg bereichern.

Seit Beginn des Jahres 2002 trifft sich die Projektgruppe zu monatlichen Treffen und zu Wochenend-Workshops. Im Verlauf dieser Zeit wurden Gespräche mit möglichen RealisierungspartnerInnen geführt, nach potentiellen Hausobjekten gesucht, die Projekt-Idee weiter konkretisiert und ein tragfähiges Konzept für die Realisierung entwickelt. Das Ergebnis unserer bisherigen Arbeit ist in der vorliegenden Konzeption nachzulesen. Seit Februar 2003 besteht nun auch der Trägerverein dieses Projekts, der „Löwenzahn e.V.“, und steht als Ansprechpartner zur Verfügung.

Seit Juli 2000 besteht in der Thiemstrasse 13 in Magdeburg-Buckau das schon erwähnte Jugendwohnprojekt in Trägerschaft des Vereins WABE e.V. (Wohnen, Attraktiv, Bezahlbar, Eigenständig). Die bisherigen Erfahrungen mit diesem Wohnprojekt haben gezeigt, dass der Bedarf an günstigem Wohnraum für Jugendliche, sozial bedürftige Menschen weit über die dort geschaffenen Möglichkeiten hinausgeht. Um diesem Umstand gerecht zu werden möchten wir eine weitere Möglichkeit zum gemeinsamem Wohnen jugendlicher Menschen in diesem Stadtteil initiieren. Vielen, die sich im umweltpolitischen Bereich engagieren, fehlte in Magdeburg bis jetzt ein Ort, zum gemeinsamen Erarbeiten und Ausleben der so gewonnen Visionen.

Projektehaus Braunschweig

Eine Gruppe junger Menschen aus Braunschweig, Magdeburg und anderen Orten der Bundesrepublik möchte in Braunschweig ein neues Projekte-Haus einrichten, das dem eigenständigen und selbstorganisierten Engagement aktiver Leute einen geeigneten Rahmen für kreative, soziale oder politische Projekte bieten soll. Unser Anspruch ist dabei auch Möglichkeiten zu schaffen, die meist großen Organisationen mit entsprechendem finanziellen Hintergrund und Mitarbeiterstab vorbehalten ist. Wir meinen, dass ein gut überlegtes, auf freien Kooperationen basierendes Zusammenspiel verschiedener aktiver Menschen dieses hochgesteckte Ziel erreichen kann. Wir wollen dabei die Synergie-Effekte nutzen, die durch die Kooperation der verschiedenen Gruppen und Projekte entstehen können. Einige Personen, die an dem Projekte-Haus beteiligt sind, bringen langjährige Erfahrungen aus den Bereichen politischer Arbeit, dem Vereinsrecht, der Organisation von Strukturen und praktischen Tätigkeiten mit.

Unsere Ideen können ganze Häuser füllen. Aber sie sind natürlich auch nur in Zusammenarbeit mit vielen anderen Menschen und Organisationen umsetzbar. Einige Unterstützung erhalten wir von Organisationen aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik, die uns regelmäßige Sachspenden, inhaltliche Unterstützung und Kooperationen zugesagt haben. Auch das bisherige Feedback von Braunschweiger Gruppen bzw. Aktiven war sehr positiv. Dies ist uns besonders wichtig, da die Menschen hier vor Ort eine hohe Bedeutung für unser Projekt haben.

Aktueller Träger der Projekte-Haus-Idee ist der gemeinnützige und mildtätige eingetragene Verein „Löwenzahn e.V.“. Er wurde Anfang des 21. Jahrhunderts in Magdeburg gegründet, um als Trägerverein für ein dort geplantes Projekthaus zu dienen. 2001 war aus einer Zukunftswerkstatt heraus eine Projektgruppe entstanden, die ein ökologisches Wohn- und Projekthaus errichten wollte. Im Laufe der Zeit haben sich drei verschiedene Projektgruppen herausgebildet, die Teile des Löwenzahn e.V. darstellen. Eine Projektgruppe konzentrierte sich auf ein Wohnprojekt mit offenen Projektflächen, das zur Zeit sehr konkrete Verhandlungen mit der Stadt Magdeburg führt. Die Gruppe gliederte für die formale Trägerschaft ihres Hauses einen neuen Verein aus, den gemeinnützigen „Vitopia e.V.“.

Die zweite Projektgruppe bilden die Menschen, die hier in Braunschweig das Projekte-Haus aufbauen wollen. Inhaltlich kann diese Idee von „Vitopia“ dadurch abgegrenzt werden, dass wir keine Privaträume zum Wohnen schaffen wollen, sondern alles Engagement in Projekträume setzen wollen. Für unsere Haussuche waren strategische Überlegungen für eine sinnvolle Lage des Projekte-Hauses entscheidender als für Vitopia. Die günstige verkehrstechnische Anbindung Braunschweigs gab im Zusammenspiel mit einem zufälligen Kontakt in die Stadt den Ausschlag, dass wir hier unsere ersten konkreten und umfangreichen Immobilien-Recherchen vorgenommen haben. Für das geplante Tagungshaus ist eine gute Erreichbarkeit per Bahn und PKW wichtig. Auch die ÖPNV-Anbindung war für unsere Entscheidung relevant gewesen.

Im Löwenzahn e.V. gibt es eine dritte Projektgruppe, die unter dem Titel „Garten Eden“ die Idee verfolgt, eine alte Fabrikhalle zu sanieren und zu einem begrünten, mit großen Bäumen und anderen Pflanzen gefüllten kulturellem Zentrum ausbauen möchte. Dieses Projekt ist bisher noch weitestgehend unkonkret in der Realisierung.

Das sich in Braunschweig sofort abzeichnende Interesse und die Kooperationsbereitschaft verschiedener Organisationen und Einzelpersonen verstärkte die Motivation unserer Gruppe, uns weiter auf diese Stadt zu konzentrieren. Aber auch persönliche Interessen haben bedeutenden Anteil am Engagement der Projektbeteiligten. Sie wollen ihre Ideen umsetzen, Raum auch für ihre eigenen Projekte schaffen, interessante Kooperationen eingehen und sich dabei auch immer ein Stück weit selbst verwirklichen. Unsere Aktivitäten sind rundum ehrenamtlich. Wir sehen das größte Potential für gesellschaftliches Engagement in der Ermöglichung eigenständigen und selbstverantwortlichen Wirkens, das wir mit dem Projekte-Haus fördern wollen.

Die Projektansätze, die wir hier vorstellen, sind in der Kürze der Zeit natürlich noch nicht vollständig ausformuliert worden, einige Projektideen wurden noch gar nicht auf Papier gebracht. Auch die Abhandlung zur Organisation und Finanzierung muss als ein erster Entwurf der nötigen Ausarbeitungen betrachtet werden. Es besteht also noch erheblicher Konzeptionsbedarf, den wir mit der nächsten Fassung dieser Projektskizze leisten werden. Dann wird auch eine konkrete Bedarfsanalyse in die Konzeption einfließen.











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