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Dieser Text bezieht sich auf ein Magdeburger Projekthaus...
Finanzierung
Selbstverständlich ist es unmöglich, einen genauen
Finanzierungsplan aufzustellen, solange noch nicht klar ist,
welches Gebäude für unser Projekt zur Verfügung
steht. Wir haben aber schon Positionen gesammelt, die dann
abzudecken sind. Diese Positionen sind ebenfalls in einer
Tabelle dargestellt.
Einen
der größten Kostenteile im „normalen“
bürgerlichen Leben machen Mietkosten aus. Fast vollständig
dienen diese dem Profit der HauseigentümerIn. Wir wollen
anders leben. Grundsätzlich sollen unsere MitbewohnerInnen
die anfallenden Betriebskosten für das Projekt als Beitrag
zu ihrem Wohnen zahlen. Außerdem werden wir uns über
einen weiteren pauschalen Betrag zur Abdeckung / Vorsorge
für Reparaturen, Eigenanteile in den Projekten und weitere
tatsächliche Kosten einigen. Es wird jedoch keine Miete
im üblichen Sinne verlangt.
Einmalige Kosten
Das Haus muss zunächst saniert werden. Die hier entstehenden
Kosten sind erst abschätzbar, wenn das Gebäude feststeht.
Denn einige der uns vorgeschlagenen Objekte sind kaum sanierungsbedürftig,
andere müssen von den Grundmauern auf neu hergerichtet
werden. Da es sich um ein ökologisches Projekt handelt,
werden hier ökologisch verträgliche Baustoffe eingesetzt.
Beispielsweise muss die Isolierung des Gebäudes nicht
mit Steinwolle und Styropor geschehen, sondern können
auch Schafswolle und Papiermaschee zum Einsatz kommen.
Zur
Versorgung des Hauses mit Strom werden eine Photovoltaik-Anlage
und Miniwindräder auf dem Dach installiert. Damit kann
ein Anteil der entstehenden Stromkosten abgedeckt werden.
Einen Grundstock für die Warmwasser- bzw. Heizenergie-Versorgung
bilden die Solarkollektoren. Für Toilettenspülung
und Wäschewaschen, sowie alle anderen Nicht-Trinkwasser-Anwendungen
kommt eine Regenwasser-Brauchanlage zum Einsatz.
Viele
gutgedämmt Häuser leiden später daran, dass
beim Bau nicht auf ein effizientes Lüftungssystem geachtet
wurde. So „schwitzen“ die Räume und es kommt
schnell zu Schimmelbildung. Daher soll von vornherein ein
Lüftungssystem eingebaut werden.
Die
bisher benannten Kosten könnten zu einem großen
Teil über Förderprogramme, möglicherweise sogar
mit Modellcharakter, finanziert werden. So gibt es beispielsweise
diverse Bundesprogramme, die ökologische Baumaßnahmen
unterstützen.
Heizung,
Elektroinstallation, Telefon und Möbiliar für die
Projekträume müssen gleichfalls angeschafft werden.
Auch hier sind Anschubfinanzierungen über Projektanträge
bei einigen Stiftungen denkbar.
Die
Handwerker, die die Baumaßnahmen und Installationen
vornehmen sollen, können entweder über Ausbildungsträger
oder Gesellenjahre zum Einsatz kommen. Im letzteren Falle
entstehen somit nur die Kosten für Unterkunft und Verpflegung
der Leute.
Für
die Kleinkunstbühne bedarf es technischer und möbiliarer
Ausstattung, die einmalig angeschafft werden muss. Ebenso
steht es mit allen anderen Projekten. Im multimedialen Zeitalter
muss auch das Internet für die Vorstellung der Projekte
und Veröffentlichung von Veranstaltungen genutzt werden.
Dazu wird eine Internetseite eingerichtet. Dies alles könnte
über Projektanträge finanziert werden.
Laufende Kosten
Die laufenden Kosten könnten zum Teil über Projekte
und Seminare, die im Haus laufen, finanziert werden (wenn
diese staatlich oder anders gefördert werden). Zum Teil
geschieht die Finanzierung über die Betriebskosten-Erstattung
durch die HausbewohnerInnen.
Als
Eigenanteile für Projektanträge können oft
auch Eigenleistungen beim Hausbau, Reparaturen und Organisation
/ Durchführung von Projekten und Veranstaltungen angesetzt
werden. Desweiteren wird versucht, Spenden bei Privatpersonen
und Organisationen für das Projekt zu erhalten.
Für
Beratungsgespräche über Fördermöglichkeiten
gab es bereits mündliche Zusagen vom Umweltamt und einer
privaten Ökobau-Beratungsfirma. Weitere Unterstützung
in dieser Sache erhoffen wir uns von befreundeten Organisationen
wie der DGBjugend oder dem BUND. Diese haben vielerlei Erfahrungen
bei der Fördermittel-Beantragung und Abrechnung.
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