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Konstruktives Miteinander
Allerorts plagt Vereine und Gruppen dasselbe Problem:
Die Arbeit häuft sich - doch oft nur bei einigen. Die
Zeit sitzt allen und jederzeit im Nacken. Kreative Ideen haben
Seltenheitswert erlangt und infolge der ausbleibenden Erfolgserlebnisse
ist die Stimmung gereizt, sackt die Motivation in den Keller.
Bei der bereits erwähnten Zukunftswerkstatt
im Juni 2001 bildete sich daher eine Arbeitsgruppe heraus,
die es sich zum Ziel gemacht hatte, ein "Konzept" für
ein konstruktiveres Miteinander in der Gruppe zu entwickeln.
Die Ergebnisse dieses Workshops sollen auch im Löwenzahn-Projekthaus
zur Anwendung kommen.
Ein
Schema veranschaulicht, wie sich die Gruppe die
idealen Voraussetzungen für solch ein Konstruktives Miteinander
vorstellt; wie die Gruppe arbeiten und miteinander umgehen
soll - also praktisch das "Ziel".
Wie aber lässt sich nun dieses
Ziel erreichen? Die Antwort auf diese Frage findet sich in
einem zweiten
Schema und ließt sich etwa so:
Der Kernpunkt ist wie so oft die
Zeit. Nur wenn ich genug Zeit habe zum Arbeiten, Diskutieren,
zum aktiv und kreativ sein, kann auch etwas dabei herauskommen.
Diese Zeit kommt jedoch nicht einfach irgendwo her - ich muss
sie mir bewusst für die Gruppenarbeit nehmen.
Was aber bringt mich dazu, meine
Fernseh-Show sausen zu lassen und stattdessen über einer
neuen Aktion zu brüten? Die richtige Motivation! Um motiviert
zu sein sollte ich in dem, was ich tue möglichst auch
einen Sinn entdecken, Erfolge erleben die mir zeigen, dass
mein Einsatz nicht "umsonst" ist und auch die Atmosphäre
in der Gruppe sollte eine angenehme sein.
Letzteres soll durch die Umsetzung der Punkte erreicht werden,
die unter den Begriffen "Selbstverständnis", "Toleranz",
"freie Gedanken", "Methoden" und "persönliche Voraussetzungen"
aufgeführt sind.
Die (Arbeits-)Atmosphäre sollte
so entspannt wie möglich gestaltet werden. Es sollten
mehr Möglichkeiten geschaffen und mehr Anstöße
gegeben werden, Gedanken frei zu äußern.
Methoden wie Blitzlicht oder Brainstorming
sollten auch tatsächlich angewandt werden. Auch ist es
wichtig, dass die Gruppe ihr Ziel nicht völlig aus den
Augen verliert - sie braucht u.U. einen "Leitfaden".
Kurzfristig könnte eine Moderation
dafür sorgen, dass dieser eingehalten wird, später
sollte möglichst jedE von selbst darauf achten, beim
Thema zu bleiben.
Intolerantes Verhalten sollte diskutiert werden, anstatt es
einfach zu ignorieren oder die betreffende Person dafür
anzuprangern und auszugrenzen. Außerdem sollte die Gruppe
ihr Selbstverständnis mit allen gemeinsam besprechen
und auch festlegen.
Doch soll sich die Situation in einer Gruppe tatsächlich
zum Positiven verändern, muss zunächst natürlich
jede bei sich selbst beginnen. Dazu ist es wichtig, das eigene
Verhalten selbstkritisch zu betrachten, zu überdenken
und eventuell auch bereit zu sein, es zu ändern.
Projekterwartungen
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